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Der Verein Freunde des Jura-Museums Eichstätt e.V. veranstaltet regelmäßig Vorträge und Exkursionen.

Die Vorträge finden im ersten Halbjahr 2021 an der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt, Ostenstr. 26, 85072 Eichstätt Raum KGA-201 unter Einhaltung der aktuell gültigen Hygieneauflagen statt. Bitte denken Sie daran Ihre Maske mitzubringen. Die Sitzplätze werden nach Zeitpunkt des Eintreffens vergeben.

Mittwoch, 19.5.2021, 19.30 Uhr Dr. Frederik Spindler, Dinosaurier Museum Altmühltal

Krokodile, die erfolgreichen Vettern der Dinosaurier

Der Anbruch der Jurazeit brachte sehr vielen Reptilien den Untergang. Gleichzeitig blühten Dinosaurier und Flugsaurier auf, und in noch erfolgreicherer Weise die Krokodile. Denn sie eroberten das Land, die Flüsse und die Meere wie keine andere Tiergruppe. In unterschätzter Formenvielfalt erlebten sie eine Blütezeit bis weit in die jüngere Erdneuzeit – bis ein Klimawandel sie auf die wenigen Gattungen von heute begrenzte.

Mittwoch, 23.6.2021, 19.30 Uhr Prof. Dr. Oliver Rauhut, Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, München

Der „Altmühl-Vogel“ Alcmonavis und seine Verwandtschaft

In den letzten Jahren haben Neufunde aus den Oberjura-Plattenkalken unsere Kenntnis der Urvögel des Altmühljura ganz erheblich erweitert. Mit der Entdeckung des „Altmühl-Vogels“ Alcmonavis zeigte sich, dass es im Altmühljura zur gleichen geologischen Zeitspanne und in der gleichen Region neben der Gattung Archaeopteryx auch noch eine weitere Urvogelgattung gegeben hat. Dies ist ein Hinweis darauf, dass zur Zeit des Oberjura in unserem Gebiet die Diversität der Vögel bereits fortgeschrittener war als bislang angenommen.

Samstag, 3. 7. 2021, 14.00 Uhr Selbstfahrer-Exkursion zur Fossillagerstätte Painten  AUSGEBUCHT, NUR NOCH  PLÄTZE AUF WARTELISTE

Die Fossillagerstätte Painten innerhalb des aktiven Steinbruchbetriebs Rygol, Painten, zählt inzwischen zu den bedeutendsten Jura-Fossillagerstätten weltweit. Seit rund 20 Jahren erfolgen dort durch ein Team von Paläontologen – privat initiiert durch die Familie Albersdörfer – wissenschaftlich ausgerichtete Grabungen in Plattenkalken, die geringfügig älter sind als die klassischen Plattenkalkvorkommen von Eichstätt und Solnhofen. Perfekt erhaltene Jurafossilien wie fast 6 m lange Meereskrokodile, Fischsaurier, große Meeresschildkröten, Flugsaurier, Brückenechsen und ein kleiner Dinosaurier zählen zu den spektakulärsten Funden. Zusätzlich fanden sich Hunderte von verschiedenen Fischen, prächtige Seeigel und viele Krebse sowie diverse Landpflanzen. In dem öffentlich nicht zugänglichen Steinbruch werden wir von Mitarbeitern des Grabungsteams durch die Ausgrabungsstätte geführt und erhalten fachkundige Informationen.

Lassen Sie sich diese außergewöhnliche Gelegenheit nicht entgehen!!!! Anmeldung erforderlich bis spätestens 08. Juni 2021, da die Steinbruchbetreiber vorab über die voraussichtliche Teilnehmerzahl informiert werden müssen. Unkostenbeitrag vor Ort etwa 3.- bis 5.- €. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie detaillierte Informationen.

Mittwoch, 14. 7. 2021, 19.30 Uhr Dr. Martin Röper, Museum Solnhofen / Bürgermeister-Müller-Museum

Die Bedeutung der Lokalität Brunn für die Interpretation der Solnhofener Fossillagerstätten

Im Jahre 1991 stellten französische Wissenschaftler ihr Oberjuraplattenkalk-Vorkommen von Cerin im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung als „kleines Solnhofen“ vor. Im gleichen Jahr wurde in Ostbayern eine neue Fossillagerstätte bei Brunn entdeckt, und im Jahre 1996 in einer Buchpublikation als „kleines Cerin“ in Bayern beschrieben. Wie nachfolgende Dokumentationen der Fossillagerstätte Brunn offenlegten, gibt es bei der marinen Flora und Fauna ebenso frappierende Übereinstimmungen zwischen Cerin und Brunn wie bei der terrestrischen Flora und Fauna. Im Jahr 2019 gelang durch den Fund des berühmten Cerin-Krokodils Crocodilaemus robustus im Brunner Plattenkalk der letzte noch fehlende Nachweis für eine Lagerstättenverwandtschaft beider Vorkommen. Der Referent, der von Anfang an zum Brunner Forschungsteam gehört, gibt mit seinem Vortrag Einblick in die Geburtsstunde seines Solnhofenarchipels, das sich später bis nach Eichstätt und Solnhofen ausdehnte.