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Forschung

Das Jura-Museum liegt mitten im Fundgebiet der Fossilien aus den Solnhofener Plattenkalken. Es ist eine Anlaufstelle für Paläontologinnen und Forscher aus aller Welt, die sich eingehend mit diesen Fossilien beschäftigen. Die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler haben die Möglichkeit, direkt an den Sammlungsobjekten zu forschen.

Neue Fossilien, die bei der Forschungsgrabung des Jura-Museums in Ettling seit 2007 gefunden werden, tragen zur Erweiterung des Wissens über die Evolution der Arten zur Jura-Zeit bei. Die in Ettling gefundenen Fische sind aufgrund ihrer herrvorragenden Erhaltung einzigartig und standen bereits im Zentrum mehrerer internationaler Forschungsprojekte. Inzwischen zielt die Grabungsstrategie auch auf die Sammlung paläoökologischer Daten, so dass sich ein detaillierter Einblick in das Jura-Meer, die Paläoumwelt für die darin lebenden Organismen und die Bildung der Fossilien ergeben wird. Diese Forschung wird innerhalb des Naturkundenetzes Bayern vom Freistaat gefördert.

Gleichzeitig verfolgt die Wissenschaftlerin des Jura-Museums weitere eigene Forschungsprojekte. Die Cephalopoden-Spezialistin, Plattenkalk-Sedimentologin und Stratigraphin widmet sich einer Bandbreite von Aspekten dieser Themenschwerpunkte, auch über die Grenzen Europas hinaus.

Das Jura-Museum ist in die Forschungsinfrastruktur der SNSB eingebettet. Die Forschungsinfrastruktur des Jura-Museums wurde 2021 mit der SNSB-geförderten Anschaffung eines hochauflösenden Digtalmikroskops entscheidend verbessert und auf einen zeitgemäßen Stand gebracht. Das Keyence VHX-7000 erhöht die Attraktivität des Forschungsstandortes Jura-Museum zusätzlich.