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Vortrag: Die Welt im Rhynie Chert – wie Pflanzen, Tiere und Mikroben vor 400 Millionen Jahren miteinander lebten

Prof. Dr. Michael Krings, Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, München

Der Rhynie Chert (ein Hornstein) aus dem Unterdevon der Gegend um die Ortschaft Rhynie in Aberdeenshire (Schottland) stellt für die Erforschung des Lebens der geologischen Vergangenheit einen Glücksfall dar. Der Rhynie Chert ist ein silikatreiches Gestein, in welchem Teile eines von hydrothermalen Quellen geschaffenen festländischen Ökosystems komplett erhalten sind, und das deshalb eine Fülle einzigartiger Fossilien von Landpflanzen, Tieren, Pilzen, Algen und Bakterien enthält. Diese Fossilien zeigen nicht nur erstaunliche Details, sondern belegen auch viele Wechselbeziehungen zwischen unterschiedlichen Organismen. Der Vortrag gibt einen Einblick in die faszinierende Welt der Rhynie-Chert-Fossilien und erläutert an Beispielen die Bedeutung dieser Lagerstätte für unser Verständnis des frühen Lebens auf den Festländern.

Termin: Dienstag, 27. September, 19 Uhr

Ort: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Ostenstr. 26 in Eichstätt, Raum KGA 101

Der Eintritt ist frei.

Prof. Dr. Michael Krings

Vortrag: Naturkundemuseen in Zeiten von Artensterben, Migration und Klimawandel

Prof. Dr. Norbert Lenz, Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe

Im Vortrag wird ein thematisch weiter Bogen gespannt, von den Aufgaben und Themen der Naturkundemuseen, ihrer Rolle als Kompetenz- und Dialogzentren in der Gesellschaft, ihrer Position und Gewichtung im Vergleich zu anderen Museen bis hin zu den Herausforderungen, welche das Artensterben bzw. die Biodiversitätskrise, Migration und Flucht sowie der Klimawandel darstellen.

Termin: Dienstag, 11. Oktober 2022, 19.00 Uhr

Ort: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Ostenstr. 26 in Eichstätt, Raum KGA 101

Der Eintritt ist frei.

Prof. Dr. Norbert Lenz

Vortrag: Der größte Ammonit der Welt

Der größte Ammonit der Welt – Neues zu Parapuzosia seppenradensis

Der größte Ammonit der Welt kommt aus Deutschland. Seit seinem Fund 1895 ist er weltberühmt, war aber wegen seiner Größe bisher nicht mit anderen Ammoniten vergleichbar. Ähnliche Ammoniten wurden in Nordamerika gefunden. Museumsleiterin Christina Ifrim hat die historischen und viele bislang unbekannte Exemplare mit einem internationalen Forscherteam bearbeitet und dabei zwei bisher kaum bekannte Fundstellen in Mexiko und England erforscht. Dort liegen die Giganten im Gelände, was den Vorteil hat, dass die Abfolgen mit modernen Methoden gut datierbar sind. Die Reisen waren mit einer Reihe von Abenteuern verbunden, aber der Einsatz hat sich gelohnt: durch die vielen neuen Geländedaten und Exemplare ist der größte Ammonit der Welt inzwischen viel besser verstanden. Der Vortrag gibt Einblicke in ein internationales Forschungsprojekt, das eine ganze Reihe überraschender Erkenntnisse brachte.

Vortrag von PD Dr. Christina Ifrim, Jura-Museum Eichstätt 

Termin: 28.6.22, 19 Uhr

Ort: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Ostenstr. 26 Eichstätt, Raum KGA101 

Eintritt frei!